"Unsere Träume sind das, was uns fehlt. Nur da sind wir vollständig

 

 

Traumdeutung Mailand 3DIE

TRAUMDEUTUNG

 

(L'interpretazione dei sogni

da Sigmund Freud)

 

Stück von

STEFANO MASSINI

 

Deutsch von Sabine Heymann

 

Variable Besetzung / variable Dekoration

UA 23. Januar 2018 Piccolo Teatro Strehler, Mailand

DSE frei

  

Traumdeutung Mailand 2Ein Meisterwerk und Meilenstein nicht nur der Psychoanalyse, sondern der gesamten modernen Kultur, hat „Die Traumdeutung“ von Sigmund Freud das vergangene Jahrhundert buchstäblich eröffnet und die Welt im wahrsten Sinne um den Schlaf gebracht. In Freuds Analyse ist der Traum nicht mehr und nicht weniger als eines der wertvollsten Instrumente, um während des Tages verdrängte Phantasien, die nachts in einer Art Theater aufgeführt werden, zu bearbeiten. Es besteht also eine sehr starke Verbindung zwischen Traum und Theater. Man kann sagen, der Traum ist ein Schauspiel, in dem sich jedes Ding camoufliert zeigt. Mit einer anderen Rolle. Aber von unendlicher und sehr viel größerer Authentizität.

 

Der Dramatiker und Regisseur Stefano Massini nimmt einige bekannte Passagen dieses Werkes auf, um dann zu einer Untersuchung der Möglichkeiten und des Potenzials dieses „glühenden" Materials vorzustoßen. Eine Reise in die Dramatik der Traumbilder, die in einem stetigen Spiel mit Querverweisen zwischen realen Dialogen und bilderstürmender Abstraktion die narrativen Strukturen des Traums und seiner surrealistischen Verästelungen nutzt. Der Traum ist im Grunde genommen Aufbruch und Ankunft von allem, was die menschliche Kreativität, also auch das Theater betrifft.

 

Dieses Werk von Stefano Massini ist ein Steinbruch mit Steilvorlage für Regisseure, Bühnenbildner und ein kreatives Ensemble, für Interpreten also, die in der Lage und bereit sind, in den Mikro- und Makrokosmos menschlicher Phantasien vorbehaltlos einzutauchen und nicht davor zurückschrecken, sich allen menschlichen Höhen und Tiefen unseres bewussten und unbewussten Daseins zu stellen.

 

 

Und das sagte die Presse zur UA in Mailand:

 

Traumdeutung Mailand 1"Der Titel sagt alles: Die Traumdeutung. Aber wie soll man diesen Text heute deuten? Das Thema ist höchst abstrakt [...] Siegmund Freuds "Traumdeutung", eine große Theorie, deren Entstehung der Autor auf das Jahr 1900 datiert hat, weil er sich ihrer epochalen Bedeutung bewusst war. Als Meilenstein der Psychoanalyse öffete sie eine Tür zu den Gefilden des menschlichen Unbewussten. Sie war eine so radikale Wende für die Revision der Beziehung des Menschen zu sich selbst, dass wir uns heute noch immer an ihr abarbeiten.

Aus Freuds Text hat Stefano Massini zuerst einen gewichtigen Roman gemacht und dann, wie schon bei der Geschichte der Lehmans, ein Theaterstück. "Freud oder Die Traumdeutung" ist die wichtigste Produktion des Jahres am Piccolo Teatro di Milano. Auf der Bühne haben klinische Fälle ihren Auftritt, die Massini aus verschiedenen Patienten des Originalmanuskripts zusammengesetzt hat und gibt ihnen eine neue Identität und einen Dialog mit Dr. Freud, der hinterfragt, reflektiert, Dunkles und Verdrängtes zutage bringt." (La Repubblica)

 

"Analytische Untersuchung auf großer Leinwand, eine lange Reise. Stefano Massini hat den Text im Rückgriff auf klinische Fälle Freuds geschrieben und durch Reflexionen und Verstrickungen des Wissenschaftlers angereichert. Aufgrund des Gewichts und der Radikalität, mit der Freuds Gedanken und Genie das gesamte 20. Jahrhundert durchdrungengen haben, handelt es sich nicht gerade um eine "einfache" Materie." (Il Manifesto)

 

Traumdeutung Mailand 4"Das Piccolo Teatro bietet uns diese neue Produktion im Zeichen Siegmund Freuds, die aus Stefano Massinis wunderbarem Buch "Freud oder Die Traumdeutung" hervorgegangen ist. Das Stück ist keine Biografie des Wiener Professors, sondern die Herstellung eines Zusammenhangs zwischen Kino und Psychoanalyse. Eine Entdeckung, die die moderne Kunst revolutioniert und die Besorgnisse des Arztes in den Jahren vorweggenommen hat, als Wien die Hauptstadt der Welt war. Freud (...) nutzt die Träume, die seinen Geist beunruhigen, vor allem die mit seinem Vater, dessen Beerdigung in Szene gesetzt wird. Jeder Mensch, so scheint er uns sagen zu wollen, lebt im Widerspruch zwischen dem gewollten und dem gelebten Leben. Mit dieser Entdeckung will Freud dem verzweifelten Schrei eine Stimme geben. Weil der Traum, in der Paraphrase Shakespeares, aus der gleichen Materie gemacht ist wie das Theater." (Il Giornale)

 

 

 

 

 

 

 

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