"Ein treffender und einfühlsamer Text, stellenweise glühend vor Poesie. (LaPresse.ca)

 

 

 

 

12. SEPTEMBER12 September Salzburg 2018 1

(Septembre)

 

Monolog von

EVELYNE DE LA CHENELIÈRE

 

 

Deutsch von Gerda Poschmann-Reichenau

1 D / Minimaldekoration

 

UA 08.09.2015 Théâtre Espace Libre, Montréal, Québec

DEA 08.11.2018 OFFtheater, theater.direkt, Salzburg

 

 

12 September Salzburg 2018 212. September. Schon zum vierten Mal seit Beginn des Schuljahres wird eine Mutter, die zu Hause arbeitet, von ihrer Tochter angerufen, die über Bauchschmerzen klagt und von der Schule abgeholt werden möchte. Als die Mutter dort ankommt, ist gerade Pause und sie verharrt in der grossen Hitze einen Moment beobachtend, ehe sie ins Gebäude tritt, wo sie die Tochter im Sekretariat abholen soll. Die rituellen Spiele der Kinder führen ihre Imagination auf Wege ambivalenter Träumereien, mögliche Szenarien überlappen sich, von verspielten bis zu krankhaften.

 

In diesen intensiven gespenstischen Gedanken, stellt sie sich vor, wie ein fremder Mann auf der Strasse zu einem Amokläufer wird, der in die Schule eindringt. Sie imaginiert diese Bluttat, fragt den Täter nach seinen Gründen, schildert, wie er sich zuletzt selbst erschießt. Warum macht diese Frau den Tod zum Mittelpunkt ihrer Gedanken? Vielleicht ist es für sie ein Weg, um mit ihren schlimmsten Ängsten umzugehen, ihr inneres Chaos zu ordnen.

 

Geschrieben unter dem Eindruck der gesellschaftlichen Ängste, die sich nach den Geschehnissen vom 11. September 2001 ausbildeten bzw. verstärkten.

 

 

"Die dunklen Fantasien des menschlichen kollektiven Unterbewussten sind ein breites Feld, das in 12. SEPTMEBER als Auszug in kurzen schlaglichthaften Geschichten und Eindrücken auf die Bühne gebracht wurde." (Südostbayerischen Rundschau)

 

 

CHENELIEREGeboren 1975 in Montreal, studierte Evelyne de la Chenelière Literatur und Theater in Paris und in Montreal, wo sie heute wieder lebt, schreibt und spielt. Sie gehört heute zu den bedeutendsten Kanadischen Autoren. Regelmäßig arbeitet sie mit dem 1963 geborenen Montréaler Schauspieler und Theaterregisseur Daniel Brière zusammen. Ihre Stücke werden sowohl in Quebec produziert, wie auch in viele andere Sprachen übersetzt. Ihr Debüt als Autorin, die preisgekrönte romantische Komödie ERDBEEREN IM JANUAR (Les fraises en janvier) wurde 2003 vom SR als Hörspiel produziert und ging 2004/05 mit Hardy Krüger jr. auf Tournee.

BASHIR LAZHAR – wurde verfilmt und wurde 2012 bei den Oscars für den besten fremdsprachigen nominiert sowie und ebenfalls in Deutschland als Hörspiel produziert. Die Ursendung des SR erfolgte im Dezember 2003.Der Autorenpreis des Saarbrücker Festivals des frankophonen Theaters "Primeurs" ging 2009 an Evelyne de la Chenelière und Daniel Brière für das Stück EINE FRAGE DER EINSTELLUNG (Le plan américain). Ihr Stück EIN LEBEN FÜR ZWEI -Das Fleisch und andere Fragmente der Liebe (Un vie pour deux – La chair et autres fragments de l‘amour) nach dem Roman und dem Leben von Marie Cardinal wurde 2012 am Theater Espace Go uraufgeführt und in 2014 in München am Teamtheater Tankstelle in einer szenischen Lesung in deutscher Sprache vorgestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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