12 September Salzburg 2018 1PRINZ JUSSUF

VON THEBEN

 

Szenische Hommage zum

150. Geburtstag

von Else Lasker-Schüler

 

von

GEROLD THEOBALT

 

5 D, 5 H (Mindestbesetzg. 1 D, 3 H) / var. Dek.

 

UA 27. Juni 2019, Folkwang Universität der Künste, Salzlager Kokerei, Zollverein, Essen

Regie Kieran Joel / Ausstattung Justus Saretz

 

 

Prinz Jussuf Bochum 06.19 2Prinz Jussuf von Theben ist eine szenische Hommage an die wohl bedeutendste deutschsprachige Lyrikerin des 20. Jahrhunderts. Rezitationen von Gedichten und Prosatexten wechseln mit dramatischen Szenen, mit Bildern und musikalischen Werken aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Einer Zeit in der das Europa der Zukunft von jungen KünstlerInnen und Intellektuellen wie Gustav Landauer, Martin Buber, Franz Marc, Gottfried Benn, Adolf Loos, Helene Stöcker und Else Lasker-Schüler vorausgeträumt wurde: demokratisch und friedliebend sollte es sein, sozial gerecht, weltoffen und tolerant.

Die "Märchenfigur" Prinz Jussuf von Theben, die sich Lasker-Schüler als poetisches Alter Ego erschaffen hatte, war einerseits die Maske, mit der sich Künstlerin schützte, wenn sie ihre Lesungen als frühe Performances zelebrierte. Ebenso nannte sie sich in ihrem bis 1914 währenden, Briefwechsel mit Franz Marc Jussuf von Theben. Er taucht immer wieder in ihren Gedichten auf, und war für 1914 erschienen Geschichtenbuch „Der Prinz von Theben“ titelgebend.

 

Prinz Jussuf – das ist auch ein Statement für die Symbiose von Orient und Okzident, Judentum und Islam - von Mann und Frau, wie man an ihrer Selbstdarstellung und auch den Skizzen ihrer Figur erkennen kann.

 

 

"In einer Melange aus Schauspiel, Tanz, Musik und Performance näherten sich die Studenten unter der Regie von Kieran Joel der Künstlerin und Privatfrau Else Lasker-Schüler, ihren künstlerischen Ideen und Wandlungen an. [...] Das Mit-, Neben- und Übereinander von Stilen und Inhalten dürfte einer expressionistischen Dichterin wie ihr vermutlich gefallen haben. [...] Das Publikum honorierte [...] Treiben mit viel Applaus, das unbekümmert-freche Spiel des Schauspielnachwuchses kam gut an." (Westdeutsche Zeitung)

 

 

 

THEOBALT 2020Gerold Theobalt, geb. 1957 in Gelsenkirchen, studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Germanistik und Pädagogik in Köln und Berlin. Seit 1982/83 Schauspieldramaturg und Hausautor am Schloßtheater Moers, seit 1987/88 in selber Funktion an den Wuppertaler Bühnen. Spielzeit 1993/94 - 2001/2002 Stellvertretender Schauspielintendant und Chefdramaturg an den Wuppertaler Bühnen - später Schillertheater NRW.

Er schreibt Schauspiele, Kinderstücke, Romanbearbeitungen und Libretti sowie Stückübersetzungen aus dem Englischen und konzipiert Revuen und andere Bühnenprogramme.

Seit 1999 arbeitete er als Lehrbeauftragter an der Internationalen Filmschule Köln (IFS) für Drehbuch u. angewandte Dramaturgie. Ferner lehrt er seit 2000 als Lehrbeauftragter, seit 2017 als Professor, im Fachbereich Schauspiel „Theaterästhetik und Stückanalyse“ an der Folkwang- Universität der Künste in Bochum und Essen.

 

 

Fotos Produktion Folkwang Universität der Künste © Franziska Götzen

 

 

 

 

 

 

 

 

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